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Eine Mitteilung des
Verlages
vom August 2007 gebe ich Ihnen hier wieder:

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Der guten Tradition ist es geschuldet, daß die Geburtstage von Comic-Figuren immer an dem Tag gefeiert werden, an dem sie das Licht der Öffentlichkeit zum ersten Mal gesehen haben. Sei es die Premiere eines Zeichentrickfilms oder wie im Falle von Onkel Dagobert, das Erscheinungsdatum der ersten Comic-Geschichte. Im Falle von Dagobert Duck wäre das also der Dezember (genauer Tag ist nicht überliefert), denn im Dezember 1947 hat er zum ersten Mal die Luft eines amerikanischen Zeitschriftenkiosks geschnuppert.
Doch schon im Juli des gleichen Jahres hatte sein Erfinder Carl Barks die erste Dagobert-Duck-Geschichte aus der Vertraulichkeit seines Ateliers entlassen und bei seinem Verleger abgegeben. Weil Dagobert Duck eine absolute Ausnahmefigur unter den Comic-Charakteren ist, muß man sich nicht allzu sehr wundern, daß seine Fans bei seinem Geburtstag eine Ausnahme machen und gleich zwei Mal feiern. Zu Onkel Dagoberts größten Bewunderern zählen natürlich auch die Mitarbeiter seiner deutschsprachigen Verlage – und das ist der Grund, warum man bei Egmont seinen Geburtstag durchgehend von Juli bis Dezember feiert.
VOM GOLDGRÄBER ZUM FANTASTILLIARDÄR – eine kleine Chronik:
Am 22.Juli 1947 beendet Carl Barks die Arbeit an Christmas on Bear Mountain. Der geniale Enten-Zeichner konfrontiert in dieser Geschichte Donald Duck, Tick, Trick & Track mit einem alten, reichen Griesgram, der im amerikanischen Original auf den Namen Scrooge McDuck hört, in einer riesenhaften Villa wohnt und von sich sagt: „Ich kann niemand leiden, und mich kann auch niemand leiden.“ Als Carls Barks seinen Scrooge McDuck zu Papier bringt, läßt er sich dazu von der Figur Ebenezer Scrooge aus der Charles Dickens-Geschichte A Christmas Carol / Eine Weihnachtsgeschichte und dem reichen australischen Onkel Bim Gump aus der von Sidney Smith ab 1917 gestalteten Comic-Serie The Gumps inspirieren.
Im Dezember 1947 gelangt die 20 Seiten-Story Christmas on Bear Mountain unter dem Serientitel Walt Disney´s Donald Duck in der Nummer 178 der Four Color Comics-Heftreihe des Dell Verlags zum Abdruck. Zur Weihnachtszeit will der übellaunige Onkel seinen Neffen Donald und die Kinder mit einem Bärenfell erschrecken. Die aber erwehren sich, obwohl eher zufällig, gar echter Bären und bestehen so die Mutprobe, wie die Erzählung zehn Jahre später beim Erstabdruck in der Micky Maus überschrieben ist. Den Namen Dagobert Duck in der deutschen Übertragung kreiert Dr. Erika Fuchs in Anlehnung an den Merowinger-König Dagobert I.
Der Enten-Clan lüftet im Juni 1948 das Geheimnis seiner Herkunft. In The Old Castle´s Secret führt die abenteuerliche Reise auf den Stammsitz der Sippe, die Duckenburg in den Hochmooren von Schottland, wo es den Familienschatz zu finden gilt, der vom Geist Sir Donnerbold Ducks bewacht wird.
Im Mai 1951 bringt Carl Barks auf 10 Seiten eine Geschichte zu Papier, die im November 1951 in Walt Disney´s Comics and Stories 134 publiziert wird. Im letzten Bild haben die schurkischen Beagle Boys ihren ersten Auftritt. Dagobert Ducks ewige Widersacher lernen die deutschen Leser wenige Monate später, im Juni 1952, in der Nummer 6 der Micky Maus als die Panzerknacker kennen.
Im März 1952 erzählt Uncle Scrooge in "Only a poor old man" wie er zum reichsten Mann der Welt wurde. Sauer verdient hat er sich sein Vermögen, unter anderem auf den Goldfeldern in Alaska. Carl Barks hat 1974 im Ölgemälde "Nobody´s Spending Fool" diese Schlüsselszene aus der Vita des Selfmademillionärs, der „zäher war als die Zähsten und schlauer als die Schlausten“, noch einmal eindrucksvoll interpretiert.
Nach Auftritten in "Four Color Comics": Walt Disney´s Donald Duck und Walt Disney´s Comics and Stories präsentiert sich die reichste Ente der Welt zwischen 1952 und 1953 als Titelheld dreier Hefte in Walt Disney´s Uncle Scrooge. Hieraus erwächst eine kontinuierliche, sehr erfolgreiche Reihe, die Dagobert Duck alias Scrooge McDuck zum Star der amerikanischen Comic books macht.
Ab März 1952 können auch die deutschen Leser des Micky Maus Magazins Bekanntschaft mit dem Fantastillionär machen, doch erst im Januar 1958 ziert er dann auch erstmals allein das Cover der Micky Maus. Anstelle des Dollar-Zeichens im Original-Artwork von Barks prangt die Zahl 10.000 auf den Geldsäcken.
Bereits 1955 fertigt Carl Barks ein Script für einen Trickfilm mit der reichen Ente, der allerdings nie realisiert wird. Zwölf Jahre später ist Dagobert Duck dann in einem 17 Minuten langen Kurzfilm im Fernsehen zu sehen. In Scrooge McDuck and Money erzählt er Tick, Trick und Track - wie könnte es anders sein - alles über das liebe Geld und seine Geschichte.
1983 sieht sich Dagobert in der Rolle seines Lebens. Frei nach Charles Dickens verkörpert er im Kurzfilm "Mickey´s Christmas Carol", der in Deutschland als "Micky´s Weihnachtserzählung" in die Kinos kommt, den Geizhals Ebenezer Scrooge, dem er seinen amerikanischen Vornamen verdankt.
1987 wird Dagobert Duck auch Fernsehstar. In den Duck Tales, wovon viele Episoden auf Geschichten von Carl Barks basieren, dreht sich alles um Dagobert Duck. Auf seinen abenteuerlichen Reisen, die allein dem Zweck dienen, seinen Reichtum zu mehren, wird er von Tick, Trick und Track begleitet. Ab April 1989 sind die von den Walt Disney Studios produzierten Trickfilm-Folgen auch im deutschen Fernsehen zu sehen.
Mit dem abendfüllenden Zeichentrickfilm "Duck Tales: The Movie - Treasure of the Lost Lamp" schafft Dagobert Duck 1990 endgültig den Sprung vom Comic- zum Leinwand-Helden. Entenhausens Antwort auf Indiana Jones gelangt als Jäger der verlorenen Lampe im Juli 1991 zur deutschen Erstaufführung.
In zwölf Kapiteln und auf 209 Seiten erzählt und zeichnet Don Rosa auf über 400 Seiten die Lebensgeschichte des reichsten Mannes der Welt. Onkel Dagobert: Sein Leben, seine Milliarden entsteht im Auftrag der dänischen Egmont Gruppe und gelangt ab August 1993 auch in Walt Disneys Micky Maus Magazin in Fortsetzungen zum Abdruck. Als Gesamtausgabe in der Ehapa Comic Collection lieferbar.
DAGOBERT UND DAS GELD
Unterschiedlichen Angaben zufolge wird der Besitz von Dagobert Duck auf a) 5 Pimpillionen und 396 Tripstrillionen, b) 13 Trillionen, 224 Billionen, 567 Milliarden, 778 Millionen Taler und 16 Kreuzer, c) 500 Trillionen, 253 Billiarden, 675 Billionen, 123 Milliarden, 934 Millionen, dreihundertfünftausend Taler und dreizehn Kreuzer geschätzt. Wie auch immer, in Scheinen ergibt das an die 3 Kubikhektar Geld. Allemal genug, um „davon einen Haufen Kaugummi kaufen zu können“, wie Tick, Trick und Track anmerken.
DAGOBERTS GLÜCKSZEHNER
Dagobert Duck kennt und liebt jeden einzelnen Taler seines gigantischen Vermögens. (Auch Donald Duck kennt vermutlich mittlerweile fast jeden, doch ob er sie auch liebt, darf bezweifelt werden, immerhin muß er sie für einen Hungerlohn regelmäßig polieren.) Seine besondere Leidenschaft gilt aber dem ersten selbstverdienten Zehner, der bei Barks seit 1953 als „Old Number One Dime“ Erwähnung findet. Symbolisch steht der Glückszehner - in melancholischen Momenten vom alten Duck als „mein Lieblingskreuzerlein“ bezeichnet - für den Grundstock seines Vermögens und sein magisches Geschick in Gelddingen.
DAGOBERT UND DAS GELDBAD
Duck-Fans wissen, daß Onkel Dagobert das Bad im Geld liebt. Es macht ihn nicht nur glücklich, es hat zudem eine beruhigende Wirkung auf seine Kopfnerven. Doch sind erst einmal die Poren vom vielen Goldstaub verstopft, so daß die Haut nicht atmen kann, sind die Folgen fatal. Der Zustand raubt dem reichsten Mann der Welt die „rechte Lebensfreude“, wie dies in der Episode "Die Kohldampfinsel" überdeutlich dargestellt ist.
DAGOBERT UND DER GELDSPEICHER
Nichts ist Dagobert Duck wichtiger als die sichere Aufbewahrung seines Geldes. Bisweilen findet eine Lagerung in phantasievollen Verstecken statt - in einem Silo etwa, einem Stausee oder auf einem Schiff in Spinatdosen - in der Regel aber ruht das „nicht unbeträchtliche Vermögen“ in einem mächtigen Geldspeicher, der Entenhausen überragt. Der ist zumeist von kubischer Form, kann aber auch rund sein wie im Falle „Kugeltank“ oder dem von Daniel Düsentrieb erfundenen „Fortismiumbehälter“.
DAGOBERTS GEGENSPIELER
Sie heißen Mac Moneysac, Maharadscha von Zasterabad oder Klaas Klever und alle haben sie nur eines im Kopf - dem alten Duck den Ruf als reichster Mann der Welt streitig zu machen. Dagegen wollen Schmu Schubiack junior und Hugo Habicht mit allen Mitteln an sein Erspartes ran, genauso wie die nimmermüden schurkischen Panzerknacker. Die Hexe Gundel Gaukeley - als Magica de Spell von Barks 1961 in die Serie eingeführt - hat es dagegen einzig und allein auf Dagoberts sagenhaften Glückszehner abgesehen.











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